• Sebastian

Liebe oder Bedürftigkeit?

Vor allem in Deinen Beziehungen erlebst Du Deine tiefste Bedürftigkeit. Im ersten Verliebtsein wird Dein existenzieller Mangel nach Liebe und Anerkennung zunächst gestillt. Da ist plötzlich jemand, der Dir endlich die Nähe und Aufmerksamkeit gibt, die Dir immer gefehlt hat. Du fühlst Dich wie im siebten Himmel, endlich angenommen und angekommen. Alle Deine Probleme verblassen, Deine tiefsten emotionalen Wunden scheinen im Kern geheilt.


Deine volle kindliche Bedürftigkeit mit all ihrer lange aufgestauten Ladung ergießt sich als Liebe und Zuneigung getarnt über Deinen Partner. Geht es Deinem Partner auch so, funktioniert es eine Zeitlang. Ihr fühlt Euch gegenseitig verbunden und macht Euch scheinbar gegenseitig glücklich. "Wir zwei gegen den Rest der Welt.", ist Euer Motto.


Was Du erlebst ist aber leider maximal eine kindliche Liebesbeziehung. In Wirklichkeit verwechselst Du Liebe mit einer gegenseitig abhängigen Bedürfniserfüllungsgemeinschaft. Solange Du Dir Deiner eigenen Bedürftigkeit in ihrer Tiefe nicht bewusst bist, wird sie alle Deine Beziehungen unterwandern und sich letztlich IMMER irgendwann zeigen!


Solltest Du deshalb erst eine Beziehung eingehen, wenn Du nicht mehr im Mangel bist?

Nein, das wäre für mich nur die nächste Vermeidungsstrategie. Steig in den Ring des Lebens und nutze alle Deine Beziehungen. Beobachte einfach, welche Anteile von Dir in Deinen Beziehungen am Werke sind und welche Gefühle sie auslösen. Deine Bedürftigkeit wird sich schnell zeigen. Vielleicht sehr deutlich als Eifersucht oder eher versteckt als Enttäuschung über Deinen Partner.


Deine eigene Bedürftigkeit voll zu fühlen und nicht mehr zu projizieren, ist ganz großes Tennis! Du übernimmst die volle Verantwortung für Dich, kommst voll und ganz in Dir an und hast eine echte Chance wirkliche, unbedingte Liebe zu erleben.

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Sebastian Sperling

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